Geschichte #3
Durch die Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg um 1450 konnten auch immer mehr Menschen an der Bildung teilhaben.
Die Architektur der Renaissance:
Der Dreißigjährige Krieg
Renaissance & Humanismus
Die Zeit der Renaissance (Wiedergeburt)
ist die Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Gemeint ist die Zeit um
1400 bis ca. 1600 n.Chr. Sie ist geprägt von den Idealen des antiken
Griechenlands und Roms, in Kunst, Architektur und geistigen Werten. Im
deutschsprachigen Raum begann diese Zeit im 16. Jahrhundert.
Die Menschen wollten das triste,
ungebildete und abergläubige Mittelalter überwinden. Der Mensch sollte in den
Mittelpunkt rücken.
Die Menschen sollten jetzt nicht mehr
nur von der Bibel oder der Kirche beherrscht werden. Gefordert wurde die freie
geistige Entwicklung des Menschen. Orientierung sollen die Dichter und Denker
des Altertums geben. Von Florenz aus verbreitete sich diese geistige Bewegung
in ganz Europa. Weil der Mensch im Mittelpunkt der Bewegung stand, bekam sie
den Namen Humanismus (Menschlichkeit). Die Humanisten beschäftigten sich mit
dem Griechischen, den Naturwissenschaften und hielten sich auch nicht mit
Kritik an der Kirche zurück.
Die bekanntesten Humanisten:
Die bekanntesten Humanisten:
Petrarca (1304 - 1377), Boccaccio (1313
- 1375), Johannes Reuchlin (1455 - 1522), Erasmus von Rotterdam (1467 -
1536), Ulrich von Hutten (1488 - 1523), Philipp Malanchthon (1497 –
1560), William Shakespeare ( 1564 -
1616),
Durch die Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg um 1450 konnten auch immer mehr Menschen an der Bildung teilhaben.
In der Kunst war die wesentliche
Erneuerung die Zentralperspektive und die Wiederbelebung der antiken Kunst.
Bisher wurde Kunst fast ausschließlich für Kirchen und Klöster geschaffen.
Bekannte Künstler der Renaissance:
Leonardo
da Vinci (1442 - 1519), (Albrecht Dürer (1471 - 1528), Michelangelo (1475 -1564),
Tizian (um 1490 - 1576), (Raffael (1483 - 1520), Hans Holbein d.J. (1497 -
1553)
Die Architektur der Renaissance:
Die Architekten orientierten sich an
einfachen geometrischen Formen wie dem Quadrat oder dem Kreis. Dazu kamen
Bauelemente aus der Antike wie Säulen, Kapitelle und Dreiecksgiebel.
Außerdem wurden in der Zeit der Renaissance auch viele Fortschritte in der Technik, z.B. im Bergbau, durch Erfindungen (Brille, Pulver, Kanonen, Buchdruck, Taschenuhr ...) und in der Medizin (Paracelsus (1493 - 1541) gemacht.
Außerdem wurden in der Zeit der Renaissance auch viele Fortschritte in der Technik, z.B. im Bergbau, durch Erfindungen (Brille, Pulver, Kanonen, Buchdruck, Taschenuhr ...) und in der Medizin (Paracelsus (1493 - 1541) gemacht.
Die Kirche hatte immer noch einen
großen Einfluss auf die Gesellschaft im deutschsprachigen Raum. Menschen, die
die Kirche kritisierten, wurden als Ketzer bezeichnet und aus der Kirche
ausgeschlossen. Wer aus der Kirche ausgeschlossen war, war vogelfrei. Für eine
vogelfreie Person galten keine Gesetze mehr, sie konnte von allen getötet
werden.
Frauen, die angeblich ein Bündnis
mit dem Teufel hatten, wurden als Hexen bezeichnet. Sie wurden gefoltert bis
sie zugaben, mit dem Teufel ein Bündnis zu haben. Dann wurden sie öffentlich
auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Martin Luther & die Spaltung der Kirche
Martin Luther wurde am 10. November
1483 in Eisleben geboren. Er war ein Priester und Theologieprofessor.
Beliebt beim
Volk in dieser Zeit war der Kauf von Ablassbriefen.
Papst Leo X wollte eine neue Kirche bauen. Die alte Peterskirche war nicht mehr
genug und die Finanzierung war problematisch. Im Katholizismus gibt es den
Glauben, dass die Menschen nach dem Tod durch das Fegefeuer gehen müssen. Das
Fegefeuer reinigt die Menschen von ihren Sünden. Erst dann kann man in den
Himmel kommen. Die Menschen hatten große Angst vor dem Fegefeuer. Die
Kirche sagte, wenn die Menschen Geld bezahlen, können sie sich von ihren Sünden
freikaufen und müssen nicht mehr durch das Fegefeuer.
Martin
Luther hörte von diesem Ablasshandel und veröffentlichte im Jahr 1617 an der Tür
der Wittenberger Schlosskirche seine 95 Thesen. In diesen Thesen erklärte
Luther, dass die Ablassprediger, die das Geld zu dieser Zeit einsammelten, sich
irren und die Menschen belügen.
Paps Leo war
wütend darüber und so wurde Luther zum Ketzer und somit für vogelfrei erklärt. Der
Fürst Friedrich von Sachen verstecke Luther auf der Wartburg bei Eisenach und
rettete ihn. Auf der Wartburg hat Martin Luther die Bibel ins Deutsch übersetzt
und er gilt als Begründer unseres heutigen Hochdeutsch. Luther wird auch als
Reformator und diese Zeit als Zeit der Reformation bezeichnet.
Der
Augsburger Religionsfriede vom 25. September 1555 gab den Landesfürsten
endgültig das Recht, auf ihrem Gebiet die Konfession zu bestimmen. Die Protestantische
Kirche war nun der Katholischen gleichberechtigt. Die Religionsfreiheit galt
jedoch nur für die Reichsstände,
also die Fürsten und die Reichsstädte. Die Untertanen mussten sich dem Glauben
ihres Landesherrn anschließen oder durften auswandern.
Der Augsburger Religionsfriede läutete eine lange Periode des Friedens ein, die erst mit dem Dreißigjährigen Krieg 1618 endete.
Der Augsburger Religionsfriede läutete eine lange Periode des Friedens ein, die erst mit dem Dreißigjährigen Krieg 1618 endete.
Der Dreißigjährige Krieg
Der Dreißigjährige
Krieg entstand im Jahre 1618 aus religiösen Gegensätzen im Deutschen Reich. Der
Auslöser war der Prager Fenstersturz. Er entwickelte sich zu einem Machtkampf
zwischen katholischen und protestantischen Landesherren, die sich nicht einigen
konnten und herrschte bis 1648 in fast ganz Europa. Die
kriegerischen Auseinandersetzungen selbst, aber auch die dadurch verursachten
Hungersnöte und Seuchen (wie die Pest) hatten schreckliche Folgen für die
Menschen und die Städte und Dörfer. In Nord- und Ostdeutschland kamen zwei
Drittel der Bevölkerung ums Leben und das ganze Land war schrecklich verwüstet.
Die durch den Krieg betroffenen Gebiete brauchten mehr als ein Jahrhundert, um
sich von den Kriegsfolgen zu erholen. Der
Dreißigjährige Krieg endete mit dem Westfälischen Frieden am 24. Oktober 1648.
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